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PRESSEMELDUNG

Ins Schwarze getroffen: Einstieg vorn in Bergedorf und Harburg ist ein voller Erfolg

24.05.2011

Das am 7. März gestartete HVV-Pilotprojekt ist nach den Auswertungen der Monate März und April 2011 ein voller Erfolg. Seitdem die Fahrgäste im Bergedorfer und Harburger Raum ganztägig beim Einsteigen in den Bus ihre Fahrkarte vorzeigen müssen, hat sich die Zahl der Schwarzfahrer auf diesen Linien deutlich verringert.
Fahrkartenkontrollen im April 2011 ergaben, dass in Bergedorf der Anteil der Schwarzfahrer im Vergleich zum April 2010 von 4,8 Prozent auf 1,9 Prozent und in Harburg von 6,6 auf 1,7 Prozent zurückgegangen ist.
Die Zahl der im Bus verkauften Fahrkarten ist in beiden Gebieten - ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr - um 24 Prozent gestiegen. Das Absatzplus beruht im Wesentlichen auf dem Mehrverkauf von Kurzstreckenkarten. Aber nicht nur der Einzelkartenverkauf ist merklich gestiegen: Im März und April wurden im Bereich Bergedorf und Harburg 700 zusätzliche HVV-Abokarten verkauft.
Diese Ergebnisse bestätigen die Prognose des HVV, dass mit dem Einstieg vorn die Verluste durch Schwarzfahren von insgesamt mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr effektiv verringert werden können. Auch wenn die Zahl der Schwarzfahrer in den Pilotgebieten nach den Anfangserfolgen im Laufe des Jahres wieder leicht ansteigen sollte, rechnet der HVV aufs Jahr mit einer Reduzierung der Einnahmenverluste in den beiden Pilotgebieten um rund 2 Millionen Euro.
Die Fahrgäste haben sich gut auf die neue Situation eingestellt. Dazu hat auch die gründliche Information durch die Verkehrsunternehmen und den HVV beigetragen. Die Ende März bis Anfang April vom HVV durchgeführte Fahrgast­befragung hat ergeben, dass 90 Prozent der Befragten schon beim Start des Projekts von der neuen Regelung wussten. Die meisten Fahrgäste befürworten den Einstieg vorn.
Verkehrsunternehmen und HVV rechnen damit, dass sich durch den Gewöh­nungseffekt der Ablauf in den folgenden Monaten noch weiter verbessern wird. Außerdem wollen die Unternehmen noch genauer prüfen, wie und ob sich der Einstieg vorn nachhaltig auf die Fahrzeiten auswirkt. Der Pilotversuch in Bergedorf und Harburg soll ein Jahr laufen und dann zusammenfassend bewertet werden.


Das Pilotprojekt „Einstieg vorn“ ist Teil des neuen Gesamtkonzepts, mit dem der HVV die Schwarzfahrerquote und die daraus resultierenden Einnahmenverluste senken will. Anlass hierfür waren Stichproben auf verschiedenen Buslinien im Großbereich Hamburg, bei denen deutlich überdurchschnittliche, teilweise sogar zweistellige Schwarzfahrerquoten festgestellt wurden. Das gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen entwickelte Konzept sieht unter anderem 50 Prozent mehr Fahrkartenprüfungen im Busbereich vor. Außerdem arbeiten die Prüfdienste der einzelnen Verkehrsunternehmen vermehrt zusammen, um besonders bei gemeinsamen Schwerpunktaktionen effektiver vorgehen zu können.
Der HVV erwartet insgesamt durch sein neues Prüfkonzept eine Senkung der Schwarzfahrerquote um 1 bis 1,5 Prozentpunkte und damit bis zu 6 Millionen Euro Einnahmenverlust weniger pro Jahr. Zudem erhofft er sich, dass das Gerechtigkeitsempfinden der zahlenden Fahrgäste bestätigt wird, denn schon bisher gab es von dieser Seite viel Zustimmung für häufigere Fahrkarten­kontrollen.



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